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Nitrat

Schlierbach
12,3 – 13,1 mg/l
Hellstein,
Neuenschmidten
14,2 – 14,7 mg/l
Spielberg
29,0 – 30,0 mg/l
Udenhain
26,7 -28,3 mg/l
Streitberg
16,6 – 22,5 mg/l

 

 

 

 

 








(Jahresmittelwerte 2018)

Nitrat steht immer wieder in der öffentlichen Diskussion und wird oftmals als Grundparameter für die Sauberkeit von Trinkwasser angesehen. Der Grenzwert nach Trinkwasserverordnung beträgt 50 mg/l.

Hohe Nitratgehalte im Trinkwasser treten vor allem unter intensiv genutzten land- und forstwirtschaftlichen Flächen auf. Für Pflanzen ist Stickstoff, vor allem in Form von Nitrat, der wesentliche Hauptnährstoff für ein gesundes und ertragreiches Wachstum. Wird jedoch durch nicht angepasste Düngung mehr Nitrat in den Boden gebracht als die Pflanzen aufnehmen können, kann Nitrat ausgewaschen werden und ins Grundwasser gelangen.

Um den Eintrag von Stickstoffen, die im Rahmen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung in den Einzugsgebieten der Brunnen ausgebracht werden, zu reduzieren oder zu verhindern, wurden Kooperationsverträge mit den Landwirten abgeschlossen. Dafür werden im Frühjahr und im Herbst Proben aus verschiedenen Bodenschichten entnommen, um festzustellen wie viel Dünger noch vorhanden ist. Anhand dieser Ergebnisse und den von den Landwirten mitgeteilten Bewirtschaftungsdaten werden Düngeempfehlungen für die einzelnen Kulturen erstellt. Dadurch kann eine bedarfsgerechte Versorgung der Pflanzen erreicht werden.

Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen im Rahmen der Grundwasser schonenden Bewirtschaftung ist der Anbau von Zwischenfrüchten. Diese werden nach der Ernte der Hauptfrucht ausgesät und können so im Herbst noch vorhandenes Nitrat aufnehmen und vor der Auswaschung schützen, da die größte Grundwasserneubildung im Winter stattfindet.

Da das Wasser jedoch viele Jahre benötigt, um von der Bodenoberfläche bis zum Grundwasser und dann zu den Brunnen zu gelangen, sind Erfolge in Hinsicht auf die Senkung der Nitratgehalte in den Brunnen erst nach einigen Jahren sichtbar.

 

PDF-Datei Nitrat.pdf

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